26.05.2010 - Positionspapier des Deutschen Olympischen Sportbundes
10. 06. 2010 Spendenaufruf LARA, Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen e.V. und Träger des Krisen-und Beratungszentrums für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen arbeitet seit 15 Jahren zum Thema sexuelle Gewalt. Aktuell verschlechtert sich die Situation von Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, gravierend. Das Angebot des Krisen-und Beratungszentrums allein reicht nicht aus, um Frauen mit komplexen Gewaltfolgen angemessen zu unterstützen. Warum? Frauen, die schwere sexualisierte Gewalt erfahren haben – sexueller Missbrauch, rituelle oder lang anhaltende sexuelle Gewalt -leiden oftmals auch im Erwachsenenalter noch an komplexen Traumafolgen. Dissoziationen, Selbstwertproblemen, Scham, Mutlosigkeit, angstbesetzte soziale Situationen und Flashbacks -die plötzliche Überflutung mit Bildern der Gewalt in Alltagssituationen -erschweren die Bewältigung des Alltags, den Aufbau sozialer Beziehungen und das Ausüben einer Beschäftigung nachhaltig. Sexualisierte Gewalt ist immer ein "man made disaster". Soziale Gewalt kann in fast allen Lebensbereichen der Betroffenen Folgen hinterlassen. Grundlegende Hilfe muss daher auf alle betroffenen Lebensbereiche zielen und die Vielschichtigkeit der Probleme auch im Alltag berücksichtigen. Was fehlt? In Zeiten von Sparvorgaben und leeren Kassen ist es eine eigene Aufgabe geworden, die spezifischen Bedürfnisse von Frauen mit komplexen Traumafolgen gegenüber Ämtern, Krankenkassen und Entscheidungsträgern zur Geltung zu bringen. Spezielle ambulante und stationäre Therapien haben oft lange Wartezeiten. Und wenn eine Frau umziehen muss, weil der Täter ihren Wohnort kennt, bedeutet das bei Hartz-IV-Bezug fast immer einen harten Kampf mit dem Job Center. Schnelle Veränderungen, die für Stabilisierungen nötig wären sind so nur schwer umzusetzen. Hier fehlen wichtige Unterstützungsangebote. Was tun? Nicht Debatte, sondern Verbesserung der Versorgungslage! Die aktuelle Debatte um sexuellen Missbrauch zeigt zwar das Ausmaß der Gewalt, sie ändert daran bislang in der Praxis wenig. Die Vielfältigkeit der Situation von Frauen, die mit Gewaltfolgen leben müssen, erfordert individuelle, flexible und innovative Lösungen, die die Dimensionen der sozial erfahrenen Gewalt, die spezifische Lebenssituationen und die Ressourcen der jeweiligen Frau beachten und zum Ausgangspunkt der Hilfen machen. Das kann schon mal außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich machen. LARA entwickelt daher seit 2009 ein modellhaftes „Projekt Erweiterte Hilfen“ für Frauen mit komplexen Traumafolgen. Hier geht es um die Weiterentwicklung des Versorgungsangebotes (z.B. spezielle Stabilisierungsgruppen), um Beratungen zur Vermittlung zwischen Therapie und Alltag und um die Unterstützung der Beantragung von solch individuell zugeschnittenen Hilfsmaßnahmen (z.B. in Form eines Antrages für ein persönliche Budget). Das Projekt soll für Frauen mit komplexen Traumafolgestörungen „hilfreichere“ Hilfen erschließen und den Versorgungslücken etwas entgegen setzen. Wir freuen über Ihre Unterstützung beim Aufbau des Projektes und stehen gern für Ihre Fragen zur Verfügung: Dr. Ariane Brenssell 030 2168888 Maren Kops-Wißmann 030 2163021 lara.kub@t-online.de; www.lara-berlin.de. Spendenkonto: Lara. Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen e.V. Verwendungszweck: Persönliche Hilfen; Kontonummer: 32 668 01; Bank für Sozialwirtschaft : 100 205 00 (BLZ) Wir schicken Ihnen sehr gerne eine Spendenbescheinigung zu.
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