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Neues Internetportal zum aktuellenThema KO-Drogen

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10. 06. 2010  

Spendenaufruf

LARA, Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen e.V. und Träger des Krisen-und
Beratungszentrums für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen arbeitet seit 15 Jahren
zum Thema sexuelle Gewalt. Aktuell verschlechtert sich die Situation von Frauen, die
sexuelle Gewalt erfahren haben, gravierend. Das Angebot des Krisen-und
Beratungszentrums allein reicht nicht aus, um Frauen mit komplexen Gewaltfolgen
angemessen zu unterstützen.
Warum? Frauen, die schwere sexualisierte Gewalt erfahren haben – sexueller Missbrauch,
rituelle oder lang anhaltende sexuelle Gewalt -leiden oftmals auch im Erwachsenenalter
noch an komplexen Traumafolgen. Dissoziationen, Selbstwertproblemen, Scham,
Mutlosigkeit, angstbesetzte soziale Situationen und Flashbacks -die plötzliche Überflutung
mit Bildern der Gewalt in Alltagssituationen -erschweren die Bewältigung des Alltags, den
Aufbau sozialer Beziehungen und das Ausüben einer Beschäftigung nachhaltig.
Sexualisierte Gewalt ist immer ein "man made disaster". Soziale Gewalt kann in fast allen
Lebensbereichen der Betroffenen Folgen hinterlassen. Grundlegende Hilfe muss daher auf
alle betroffenen Lebensbereiche zielen und die Vielschichtigkeit der Probleme auch im Alltag
berücksichtigen.
Was fehlt? In Zeiten von Sparvorgaben und leeren Kassen ist es eine eigene Aufgabe
geworden, die spezifischen Bedürfnisse von Frauen mit komplexen Traumafolgen gegenüber
Ämtern, Krankenkassen und Entscheidungsträgern zur Geltung zu bringen. Spezielle
ambulante und stationäre Therapien haben oft lange Wartezeiten. Und wenn eine Frau
umziehen muss, weil der Täter ihren Wohnort kennt, bedeutet das bei Hartz-IV-Bezug fast
immer einen harten Kampf mit dem Job Center. Schnelle Veränderungen, die für
Stabilisierungen nötig wären sind so nur schwer umzusetzen. Hier fehlen wichtige
Unterstützungsangebote.
Was tun? Nicht Debatte, sondern Verbesserung der Versorgungslage!
Die aktuelle Debatte um sexuellen Missbrauch zeigt zwar das Ausmaß der Gewalt,
sie ändert daran bislang in der Praxis wenig. Die Vielfältigkeit der Situation von
Frauen, die mit Gewaltfolgen leben müssen, erfordert individuelle, flexible und
innovative Lösungen, die die Dimensionen der sozial erfahrenen Gewalt, die
spezifische Lebenssituationen und die Ressourcen der jeweiligen Frau beachten und
zum Ausgangspunkt der Hilfen machen. Das kann schon mal außergewöhnliche
Maßnahmen erforderlich machen. LARA entwickelt daher seit 2009 ein modellhaftes
„Projekt Erweiterte Hilfen“ für Frauen mit komplexen Traumafolgen. Hier geht es um
die Weiterentwicklung des Versorgungsangebotes (z.B. spezielle
Stabilisierungsgruppen), um Beratungen zur Vermittlung zwischen Therapie und
Alltag und um die Unterstützung der Beantragung von solch individuell
zugeschnittenen Hilfsmaßnahmen (z.B. in Form eines Antrages für ein persönliche
Budget). Das Projekt soll für Frauen mit komplexen Traumafolgestörungen
„hilfreichere“ Hilfen erschließen und den Versorgungslücken etwas entgegen setzen.


Wir freuen über Ihre Unterstützung beim Aufbau des Projektes und stehen gern für Ihre Fragen zur Verfügung:
Dr. Ariane Brenssell     030 2168888
Maren Kops-Wißmann 030 2163021

lara.kub@t-online.de; www.lara-berlin.de.
Spendenkonto: Lara. Verein gegen
sexuelle Gewalt an Frauen e.V.
Verwendungszweck: Persönliche Hilfen;
Kontonummer: 32 668 01; Bank für Sozialwirtschaft : 100 205 00 (BLZ)
Wir schicken Ihnen sehr gerne eine Spendenbescheinigung zu.


 

 


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